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Unter einer '''Reise''' versteht man im Sinne der die von en über einen längeren Zeitraum oder mit n außerhalb des s, um ein einzelnes (''Reiseziel'') zu erreichen oder mehrere kennenzulernen (''Rundreise''). Im Sinne umfasst eine Reise sowohl die selbst als auch den Aufenthalt am Zielort.

Allgemeines

Reisen lösen als den (''Urlaubsreise'') oder den ( oder ) aus. Urlaubsverkehr sind alle Fahrten zum Reiseziel aus sgründen, wobei zwischen Hin- und Rückreise mindestens fünf Tage liegen müssen. Wer die Reise unternimmt, wird genannt.

Die ''Reisekette'' ist eine an touristische Bedürfnisse angepasste . Dabei wird zwischen dem (die Fahrt von der zum , oder ), (, , , sreise) und dem (vom Ankunftsbahnhof, -flughafen oder -hafen zum Hotel) unterschieden.

Wissenschaftlich werden Reisen unter anderem nach Reisegrund, Zweck und Dauer kategorisiert sowie die Motivationen für das (Ver-)Reisen untersucht. Reisen sind auch Thema in der Literatur und im Film.

Geschichte

Wortgeschichte

Der Ausdruck ''Reise'' ist als der deutschen Sprache schon vor dem 9. Jahrhundert belegt. Das e Wort ''reisa'' bedeutete ?Aufbruch, Zug, Fahrt? und bezeichnete somit das Sich-Aufmachen, Sich-auf-den-Weg-Machen und den zu begehenden Weg gleichermaßen. Das dazugehörige Verb lautete ''reis?n''. Erhalten geblieben ist die Bedeutung des Aufstehens in dem früher auf Segelschiffen üblichen Wachruf ?!?, der das Signal zum Aufstehen für die n bedeutete und heute noch in der Marine gebräuchlich ist. Das althochdeutsche Substantiv geht zurück auf das e Verb ''r?san'' mit der Bedeutung ?sich erheben, aufstehen? (vgl. zum Beispiel ).

Im en hatte ''reis(e)'' die Bedeutungskomponente des Aufbruchs bereits verloren, bezeichnete nun aber auch eine spezielle Art der Reise: den Kriegszug, die Heeresfahrt. Dementsprechend hatte das von ''reis'' abgeleitete Verb ''reisen'' besonders die Bedeutung ?ins Feld ziehen, einen Kriegszug unternehmen? und folglich auch ?Beute machen, plündern, rauben?.

Im heutigen Deutsch ist ''Reise'' unspezifisch zu verstehen, als eine ?Fahrt zu einem entfernteren Ort?. Im Verb ''reisen'' ist die Bedeutungskomponente des Aufbruchs, der Abreise noch in Ansätzen erhalten, so etwa in der Phrase ?Wir reisen morgen früh?.

Der Begriff der Reise kann auch verstanden werden. Neben der physischen Fortbewegung kann eine Reise etwa den Wandlungsprozess im Leben eines Menschen beschreiben. Demnach ist die Reise nicht als Entfernungsüberbrückung, sondern als Bild für das Leben eines Menschen zu verstehen, welches beispielsweise die Persönlichkeitsformung zum Ziel hat.

Für besteht die Differenz zwischen Reisenden und Touristen darin, dass Erstere sich Risiken und Unannehmlichkeiten aussetzten und aktiv auf der Suche nach persönlicher Weiterentwicklung sind. Letztere suchen lediglich das Vergnügen und sind passiv, denn sie erwarten, dass interessante Erlebnisse auf sie zukommen.

Die Reise in Literatur und Kunst

Stets hat die ''Reise'' auch ein zentrales Motiv in Literatur und Kunst dargestellt, häufig tragen sie dort ganz oder teilweise erdachte und phantastische Züge. Frühe Beispiele sind s bzw. s , die die Irrfahrten der namensgebenden Titelfiguren nach dem Fall s beschreiben. Als zentrale Figur aus dem arabischen Kulturkreis ist aus der Sammlung bekannt, als Vertreter des europäischen Mittelalters die Pilger aus s ''''. Des Weiteren gibt es Reisemärchen (''''), und als Klassiker gelten s '''', zahlreiche Romane s (''Reise um die Erde in 80 Tagen'', ''5 Wochen im Ballon'' etc.) sowie s bewegter Roman ''''.

Von der fiktionalen Literatur zu unterscheiden sind die e, in denen die Autoren ihre eigenen Erlebnisse auf Reisen schildern. Als eines der bedeutendsten Werke der Gattung gilt Goethes ''''. Weitere wichtige Beiträge zum Genre kamen etwa von (''Harzreise''), , (beide mit dem Orient als Reiseziel), (Indien, Italien).

Im kam es im Zuge der filmischen Darstellung von Reisen zum Genre .

Historische Entwicklung von Reisen

Walter Freyer definierte 1988 vier Epochen der touristischen Entwicklung:
  1. ''Vorphase'': bis ca. 1850. Transportmittel: zu Fuß, zu Pferd, Kutsche, zum Teil Schiff. Motivation: Nomaden, Pilger, Kriege, Handel, Entdeckung, Bildung;
  2. ''Anfangphase'': 1850?1914. Transportmittel: Bahn (Inland), Dampfschiff (Ausland). Motivation: Erholung;
  3. ''Entwicklungsphase'': 1915?1945. Transportmittel: Bahn, Auto, Bus, Flug (Linie). Motivation: Kur, Erholung, Handel;
  4. ''Hochphase'': ab 1945. Transportmittel: Auto, Flug (Charter). Motivation: Regeneration, Erholung, Freizeit, Bildung.

Arten von Reisen

Nach dem Zweck des Aufenthalts am Zielort können insbesondere folgende Arten von Reisen unterschieden werden:

Urlaubsreise

Urlaubsreisen dienen hauptsächlich der und . Wenn Reisende die Reise selbst planen, sind es n; die von n zusammengestellten Fahrten dagegen gelten als n. Letztere sind öfter gleichzeitig auch n.

Je nach Neigung, Interessen und Bedarf gibt es eine Vielfalt von Urlaubsreisen. In erster Linie Erholungszwecken dienen etwa Bade-, Wander- und Skiurlaube, aber auch Gesundheits-, und n. Mit aktiver Betätigung verbunden sind Sport- und n sowie für Menschen mit vorwiegend kulturellen Bedürfnissen die . Als besondere Ausprägungen für Letztere sind , , oder Opernreisen üblich.

Eine Sonderform der Urlaubsreise stellt die dar, bei der mehrere Kontinente besucht werden mit einer Reisedauer von Monaten oder Jahren. Eine Unterform der Weltreise stellt die dar, bei der jeder Längengrad passiert werden muss. Eine Weltumrundung ist oftmals Grundlage für einen Weltrekord, z. B. mit dem Segelboot, mit dem Solarflugzeug etc.

Urlaubsreisen sind beliebte Preise etwa bei en, werden aber auch von n als Belohnungen für besonders erfolgreiche eingesetzt (sogenannte ). Eine alternative Reiseform ist der , bei dem der Reisende zugleich das Ziel hat, im Zielland nachhaltig zu stiften.

Der große Wettbewerb innerhalb der Tourismusbranche bringt es mit sich, dass Urlaubsreisen jeglicher Art wie swaren angeboten und auf entsprechende Weise beworben werden. Im Gegenzug hat für den ?Käufer? eine solche Reise zwangsweise den Charakter eines Konsumartikels.

Eine Studie der zeigt zudem, dass sich Urlaubsreisen zunehmend zu einer Kopie der Heimat mit weniger Verpflichtungen und besserem Wetter entwickeln.

Entdeckungsreise

Mit sogenannten n sind etwa , , , und in bis dahin den Europäern unbekannte Teile der Welt vorgestoßen. Heute ist dieser Reisetyp weitgehend nur noch von historischer Bedeutung, da die Erde heute weitgehend als erkundet und vermessen gilt. Als Ausnahmen können noch Fahrten in unzugängliche Gebiete etwa am Amazonas oder im Himalaya gesehen werden. In etwas weiterem Sinn kann aber auch ein Tiefsee-Tauchgang als Entdeckungsreise gelten.

Forschungsreise

Wissenschaftliche Ziele verfolgen die n (in entlegene Gebiete werden sie auch en genannt). dient teils dem bloßen Aufsuchen in fremden Städten befindlicher Bibliotheken und Archive, häufig werden aber auch Ausgrabungen, Baudenkmäler, Gesteinsformationen, fremde Tier- und Pflanzenarten und dergleichen untersucht. Das Urbild des Forschungsreisenden stellt dar, der Anfang des 19. Jahrhunderts und erkundete. Weitere Beispiele großer Forschungsreisender sind der Polarreisende und der Tibetforscher .

Geschäftsreise

Wirtschaftlichen Zwecken dienen die und die . Neben dem Aufsuchen von n, en, Geschäftspartnern etwa zum Zwecke von en, en und en sind insbesondere die Reisen zu Messebesuchen und Fortbildungsveranstaltungen zu nennen. Solche werden überwiegend von Einzelpersonen oder kleineren Gruppen unternommen.

Gesundheitstourismus

Beim bilden und andere Gesundheitsdienstleistungen einen Schwerpunkt des Reisezwecks, welcher aus der physischen wie auch psychischen Erhaltung, Stabilisierung und Wiederherstellung der besteht.

Handelsreise

Da nicht jede Region bzw. jedes Land alle Rohstoffe oder Waren besitzt, entstanden schon früh e mit anderen Ländern und Regionen. Aus dieser Notwendigkeit des Austausches entwickelte sich die . Bereits im Mittelalter wurden Handelsreisen bis nach China unternommen. Nicht nur Waren, sondern auch Wissen wird über Kontinente hinweg ausgetauscht.

Pilger- und Missionsreise

Aus religiösen Beweggründen werden n, sogenannte en unternommen. In der Regel dienen sie dem Besuch , wie etwa für das Christentum in , und in oder für den Islam in . Andere religiös motivierte Reisen sind etwa die zu Veranstaltungen wie den Kirchentagen. Mitunter werden Pilgerreisen als religiöse Pflicht vorgeschrieben (wie der im Islam), zumindest verheißen sie den Gläubigen aber Seelenheil, spirituelles Wachstum, Vergebung von Sünden (wie im Falle der mittelalterlichen ), Heilungen von Gebrechen und Ähnliches.

Im Gegensatz dazu steht bei der nicht das Heil des Reisenden selbst, sondern das der ?Besuchten? im Vordergrund. Diese dient der Verbreitung des Glaubens. Besonders aktiv waren und sind in diesem Bereich die und der .

Volunteer-Reise

Volunteer-Reisen (Freiwilligen-Reise) sind Reisen in Verbindung mit sinnvollen, nachhaltigen oder sozialen Tätigkeiten am Aufenthaltsort und werden oft dem Begriff ?sinnvolles Reisen? zugeordnet. Volunteer-Reisen, bei denen Reisende zum Teil freiwillige soziale Helfer werden, richten sich an besonders engagierte, erlebnisorientierte und weltoffene Personen. Diese haben dabei die Möglichkeit, Teile eines fremden Landes zu entdecken, die für herkömmliche Touristen kaum zugänglich sind. Volunteer-Einsätze sind beispielsweise mit dem Engagement in Umwelt- oder Gemeindeprojekten verbunden. Der international bedeutendste Reisezweck ist die -Reise.

Zeitreise

Eine ist eine Bewegung in der Zeit, die vom gewöhnlichen Zeitablauf abweicht. Obwohl gewisse Zeitreisen zwar physikalisch prinzipiell möglich sind, übersteigt ihre praktische Durchführung das Menschenmögliche bei weitem. Der Begriff ''Zeitreise'' wird lediglich als Fachterminus in der Naturwissenschaft und in der Reise- und Tourismusforschung verwendet. Im Film und in der Literatur sind Zeitreisen hingegen möglich und ein wiederholt anzutreffendes Motiv im Genre des s.

Beweggründe

Während bei den meisten der genannten Reisearten eine klare vorliegt, ist sie besonders bei den Urlaubsreisen breit gefächert, wird aber in der Literatur kontrovers diskutiert. Manche Autoren nennen nur zwei, andere zwanzig, die gängigste Einteilung geht zurück auf Claude Kaspar, er unterscheidet fünf Hauptmotivationen:
  • ''Physische Motivation'': Erwartung von physischer Erholung und Entspannung;
  • ''Psychische Motivation'': Erhoffen von psychischer Entlastung oder oder die Befriedigung der Lust am ;
  • ''Interpersonelle Motivation'': Wunsch nach Erlebnissen in der Gruppe oder nach Sammeln von Gruppenerfahrungen;
  • ''Kulturelle Motivation'': Interesse an Bildung und am Kennenlernen fremder Kulturen;
  • ''Status- oder Prestigemotivation'': Wunsch nach Anerkennung und Wertschätzung (Renommierreisen).

Schon 1873 übertrieb : ?Zu den Eigentümlichkeiten unserer Zeit gehört das Massenreisen. Sonst reisten bevorzugte Individuen, jetzt reist jeder und jede.?

In der stellt man einen Zusammenhang der Reisegründe mit den einzelnen her:
  • Dem vom geprägten ''Niveaumilieu'' gehören vorwiegend Menschen der gehobenen Bildungsschichten an, die insbesondere nach Etablierung im Berufsleben und/oder nach abgeschlossener Kindererziehung (?die Kinder sind aus dem Haus?) nun in erster Linie nach Bildung und persönlicher Entwicklung, weniger nach Amüsement streben. Dementsprechend entscheiden sie sich vorwiegend für Bildungs- und Studienreisen und besuchen etwa Kirchen und Museen, aber auch ?pittoreske? Landschaften und Städte. Abgelehnt werden etwa Touristenmassen, Lärm und Unterhaltungsbetrieb.
  • Eher die jüngere Generation neigt verstärkt dem ? ebenfalls am Hochkulturschema teilhabenden ? ''Selbstverwirklichungsmilieu'' zu. Man schätzt vor allem ?untouristische? und ?unverdorbene? Orte ?abseits ausgetretener Pfade?. Als klassische Reiseziele dieser Gruppe gelten heute etwa abgelegene Dörfer in oder der , aber auch fremdartige Gegenden wie der .
  • Durch eine Verbindung von Hochkultur- und ist das vorwiegend von Angehörigen der mittleren Bildungsschicht gebildete und in besonderem Maße zu Anpassung neigende ''Integrationsmilieu'' gekennzeichnet. Geschätzt werden erprobte und bekannte, durch eine gut ausgebaute Infrastruktur erschlossene Orte wie etwa die Küsten und Strände rund um das , aber auch die . Gleichwohl werden in geringerem Maße auch Bestandteile der klassischen Bildungskanons wie etwa eine Studienreise nach wahrgenommen.
  • Jüngere Menschen aller gesellschaftlichen Schichten versammeln sich schließlich im ''Aktionsmilieu'', das vom Spannungsschema geprägt ist. In ihrem Reiseverhalten streben sie vor allen Dingen nach Dynamik, Abwechslung und körperlicher Bewegung. Geschätzt werden Orte, wo ?etwas los? ist, etwa die Diskotheken der Badeorte, ?actionträchtige? Metropolen wie oder , aber auch und n. Auf der Jagd nach immer neuen Reizen werden gerne große Strecken zurückgelegt, bevorzugt etwa auch durch oder .
  • Im auf dem fußenden ''Harmoniemilieu'' schließlich finden sich vorwiegend ältere Menschen der einfacheren Bildungsschichten. Soweit überhaupt verreist wird, sucht man vorwiegend Ruhe, Erholung und Geborgenheit, insbesondere an bereits bekannten und vertrauten Orten im eigenen Land oder Sprachgebiet wie etwa dem oder . Das Freizeitprogramm besteht beispielsweise aus und oder aus und en.

Ablauf

Buchung

Ursprünglich wurden die einzelnen Teile einer Reise wie Fahrt, Unterkunft, Verpflegung vom Reisenden unmittelbar bei den jeweiligen Leistungserbringern (Verkehrsunternehmen, Beherbergungsbetrieben) gebucht. Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts erfolgt die Buchung indes zunehmend, insbesondere bei n, über Vermittlung eines s oder wird unmittelbar durch einen zusammengestellt. Seit dem Aufkommen des Internets ist insofern eine gewisse Umkehrung des Trends zu beobachten, als nun wieder verstärkt der Kunde selbst die Leistungen auf den Websites der Anbieter auswählt und online bucht. Mit Hilfe von etlichen Reisesuchmaschinen können Angebote abgefragt und Preisvergleiche angestellt werden.

Verkehrsmittel

Klassische Reiseverkehrsmittel sind (auch in Form des s), se, (einschließlich ), Schiffe (einschließlich n) sowie . Zu den Verkehrsmitteln, die über die reine Beförderung hinaus auch dazu genutzt werden können, über eine längere Zeit einen eigenen Erlebniswert zu vermitteln, gehören , Motorräder, aber auch Eisenbahnen und Schiffe, zum Beispiel in Form von en, en, n, s oder Floßfahrten. Seltener werden hierzu auch Tiere genutzt, wie beispielsweise Pferde, Esel, Kamele oder Elefanten. Eine Verbindung aus Verkehrsmittel und Unterkunft stellen , Kabinenkreuzer und Dachzeltbusse dar.

Unterkunft

Der Aufenthalt am Zielort erfolgt klassischerweise in s, oder Privatzimmern, bei jüngeren Reisenden auch in oder n. Daneben haben sich Sonderformen wie das , die Unterkunft in Ferienwohnungen (in Deutschland oft als ?Fewo? abgekürzt) oder Ferienhäusern und das Reisen mit dem etabliert.

Die Unterkunft in Privatzimmern beinhaltet meist auch ein , Ferienwohnungen und -häuser zeichnen sich durch Selbstverpflegung aus. In Hotels und Pensionen ist im Preis für eine Übernachtung im Zimmer oftmals ein Frühstück inkludiert. Je nach Angebot kann im Preis auch eine Abendmahlzeit () oder auch zusätzlich ein Mittagessen () enthalten sein.

Eine eher neue Reiseform sind die erst durch das Internet in weiteren Kreisen beliebt und bekannt gewordenen e, bei denen kostenlose Unterkunft auf Tauschbasis oder gegen Kostenanteil für Küchenbenützung etc. möglich ist.

Dauer

Nach der Reisedauer unterscheidet man heute folgende Reisearten:
  • (kurze Fahrt von höchstens 24 Stunden Dauer, ohne Übernachtung);
  • Kurzreisen (Reise von zwei bis vier Tagen Dauer);
  • Urlaubsreisen (Reisen mit mehr als vier Tagen Dauer);
  • Langzeitreisen (Reisen mit mehr als drei Monaten Dauer).

Zuhause

Haus oder Wohnung sind während einer Reise oft unbewohnt. Die Gefahr eines Einbruchs, einer Brandstiftung oder eines technischen Defektes, der zu erheblichen Schäden führen kann, steigt. Daher sollten rechtzeitig vorbeugende und technische Vorsorgemaßnahmen getroffen werden. Solche Maßnahmen können das Abstellen der Wasserleitung, Stromzufuhr, Gasversorgung sowie die Sicherung von Türen und Fenstern sein. Das Entfernen von brennbarem Material im Außenbereich vermindert die Brandgefahr.

Rechtsfragen

Im kommt der der Reise zwar vor ( Abs. 2 ), wird dort aber nicht definiert, sondern als bekannt vorausgesetzt. Dem in allen geltenden Reiserecht geht es vor allem um die Pauschalreise, die als eine Gesamtheit von mindestens zwei verschiedenen Arten von Reiseleistungen oder für den Zweck derselben Reise definiert wird. Als Reiseleistung gilt gemäß § 651a Abs. 3 BGB die , die (außer wenn sie Wohnzwecken dient), die von vierrädrigen Kraftfahrzeugen oder von Krafträdern der Fahrerlaubnisklasse A und jede andere touristische Leistung. Zentrale Bestandteile des Reiserechts sind der , der und der . Beim Reisepreis spielt vor allem wegen üblicher en und en bei Pauschalreisen die eine große Rolle.

Wirtschaftliche Bedeutung

Weltweit ist der Fremdenverkehr einer der wichtigsten Wirtschaftszweige. 2013 lagen die Einnahmen im weltweiten Reiseverkehr bei rund 900 Milliarden Euro bei 1,09 Milliarden Ankünften.

Gesellschaftliche Bedeutung

Die soziologische Reiseforschung geht den gesellschaftlichen Bedingungen nach, die dem Phänomen Reisen zugrunde liegen. Touristisches Reisen stellt ein spezielles Fenster in eine Gesellschaft dar und bietet damit die Möglichkeit, über gewisse gesellschaftliche Mechanismen und Antriebskräfte Näheres zu erfahren.

Umweltschutz und Reisen

Der Tourismus verursacht nach Schätzungen des World Wildlife Fund (WWF) mehr als fünf Prozent aller Treibhausgasemissionen weltweit. Am schlimmsten sind dabei Fernflüge, die für 17 Prozent der touristisch verursachten klimaschädlichen Emissionen verantwortlich sind. CO2-Emissionen wirken in großen Flughöhen weitaus schädlicher auf das Klima, als die Emissionen am Boden. Viele Onlineportale bieten inzwischen Emissionsrechner an, mit denen man herausfinden kann, wie stark man mit einer Reise das Weltklima belastet.
Etliche Organisationen setzen sich für sanften Tourismus und ökologisches Reisen ein. Für Reisende gibt es zahlreiche Tipps, von der umweltschonenden Anreise über Verhaltensregeln im Urlaub (Handtücher nicht täglich wechseln, regionale Speisen bevorzugen, umweltbewusste Hotels auswählen) bis hin zu verschiedenen Qualitätssiegeln zum Thema nachhaltiges Reisen.

Siehe auch

  • , , , , ,
  • ,

Literatur

  • ).
  • , Klaus Beyrer, (Hrsg.): ''Reisekultur. Von der Pilgerfahrt zum modernen Tourismus.'' 2. Auflage. C. H. Beck, München 1999, ISBN 3-406-44950-6.
  • : ''Kunst des Reisens.'' Aus dem Englischen von Silvia Moravetz. Fischer, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-596-15804-4.
  • , : ''Wege ins Ungewisse. Eine Kulturgeschichte des Reisens 1500?1800.'' S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 1997 (unveränderter Nachdruck, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2015, ISBN 978-3-596-30216-1).
  • Christoph Hennig: ''Reiselust ? Touristen, Tourismus und Urlaubskultur.'' Suhrkamp Frankfurt am Main 1999, ISBN 3-518-39501-7.
  • Eric J. Leed: ''Die Erfahrung der Ferne ? Reisen von Gilgamesch bis zum Tourismus unserer Tage.'' Aus dem Englischen von Hans-H. Harbort. Campus, Frankfurt am Main/New York 1993, ISBN 3-593-34823-3.
  • Harald Pechlaner, Michael Volgger (Hrsg.): ''Die Gesellschaft auf Reisen ? Eine Reise in die Gesellschaft.'' Springer VS, Wiesbaden 2017, ISBN 978-3-658-14114-1.
  • : ''Illustriertes Fernweh ? Vom Reisen und nach Hause kommen.'' Frederking und Thaler, München 2006, ISBN 978-3-89405-389-5.
  • Michael Rieger: ''>>Man reist ja nicht, um anzukommen ...<< ? Schriftsteller auf Reisen von Goethe bis Chatwin.'' Lambert Schneider, Darmstadt 2011, ISBN 978-3-650-23975-4.
  • Gerhard Schulze: ''Die Erlebnisgesellschaft ? Kultursoziologie der Gegenwart.'' 2. Auflage. Campus, Frankfurt am Main/New York 2005, ISBN 978-3-593-37888-6.
  • : ''Unterwegs ? Reiseerfahrung zwischen Heimat und Fremde in der Neuzeit.'' Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2007, ISBN 978-3-525-36375-1.
  • .'' Metropol-Verlag u. a., Berlin u. a. seit 1997, .
  • : ''Heilige Wege ? Die Reise zu Gott in den Religionen.'' Frankfurt am Main 2002, ISBN 978-3-87476-389-9.

Weblinks

Einzelnachweise